Rückschau:

Vor etwa einem halben Jahr erschien „Rosa gegen den Dreck der Welt“. Ende Mai kam Nadja Bucher zu uns und präsentierte ihren bei Milena erschienenen Debütroman.

Und auch der Rest der Noch Dichter putzte fleißig. Wenn wir schon keinen Frühjahrsputz vorgenommen hatten, wollten wir wenigstes den „Sommerputz“ nicht versäumen. So nämlich das von Nadja Bucher vorgegebene Thema. 

Yasmin putzte endlich ihren Koffer. -Wie sie ihn packt, weiß man ohnehin. (hier). 

Schlögl lag derweil verschnupft im Eck und putzte sich die Nase.

Andi Plammers Putzfrau wischte alles „wisch und weg, denn sie war nicht nur die Clean Solution, sondern auch der Blue Star und der Weiße Riese in einer Person. Ein Allzweckreiniger mit Porentiefe“. Bis sie die Bibliothek entdeckte…

Doch es kam noch Menasser. Meine Putzfrau entpuppte sich als wahrer Haas im Wolfspelz. Als ich ihr die Max-Frisch-Gesamtausgabe anschleppte, präsentierte sie mir die vorläufige Liste jener Bücher, die in meiner Bibliothek fehlen und die sie demnächst lesen will. Dazu jede Menge pornographische Groschenromane und erotische Pseudoratgeber. Für eine Putzfrau hat meine Putzfrau eine ganz schön schmutzige Fantasie. (aus: Meine Putzfrau kehrt nie wieder)

Über das Rollenbild Mann-Frau im Zusammenhang mit dem Thema Putzen machte sich Andi Pianka Gedanken:

kunigunde ist zahm, so za(h)m mit eduard, daß sie ihm nichts zuleide tun wird. da leidet sie lieber selber, denn das ist sie schon ihr ganzes leben lang so gewohnt. und wo gewohnt wird, dort fallen auch späne, auf den boden. den muß sie nun putzen, weil es sich so gehört, weil sie es immer so gehört hat, sonst wäre es ein verstoß gegen die gesellschaftlichen regeln. und da die regel zur frau gehört, erfüllt kunigunde auch brav die ihr zustehende rolle. rollen wechseln tut sie nur auf der toilette und nicht im wirklichen leben. denn die wechseljahre kommen ja sowieso eines tages und bis dahin gilt die regel,, an die sich kunigunde hält, aus angst, ansonsten hinzufallen: geheiligt werde dein name, den ich anstatt meines annehme, dein reich komme, dein wille geschehe. (aus: ZA(H)MHEIT)

Rentnsik las den zweiten Teil einer Kurzgeschichte. Thema: Eine Hausgemeinschaft im 7. Wr Gemeindebezirk, ein begrünter Innenhof, ein Kind, ein verschwundener Nachbar, ein Loch im Garten, eine Planierraupe.

„Am späten Nachmittag stehen wir betroffen am Gang, denn der Zugang zum Hof ist bis auf weiteres nicht gestattet. Friedl versucht, die Hausverwaltung zu erreichen, doch dort teilt man ihm nur mit, dass Sanierungsmaßnahmen stattfinden würden. Was für Sanierungsarbeiten?, schreit Friedl ins Telefon, in unserem Garten gibt es nichts zu sanieren, sanieren Sie lieber das Haus!, doch die Sekretärin hört ihm nur geduldig zu und sagt dann: Ich weiß nicht warum, es wird schon seinen Grund haben.“

Die Kurzgeschichte mit dem Titel „Der Garten“ hat es übrigens auf die Shortlist des Textase-Wettbewerbes geschafft und die Autorin wartet nun gespannt auf die Entscheidung der Jury.

Und Florian Purkathofer? Nun, der lässt gerne zwei in der Küche sitzen. Und die NochDichter-Blog Besucher ohne Textbeispiel.

Aber die Noch Dichter sollte man sowieso live sehen und hören.

Unser nächster Termin: Sonntag, 30. Oktober um 20h. Im Café Anno, Lechenfelder Str. 132, 1080 Wien.

Thema und Stargast werden Ende des Sommers bekannt gegeben.

Schönen Sommer wünschen alle NochDichter und Illustratorin Eva Vasari!

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